Kastilien – Die Tour

Im Juni 2016 ging es auf eine Städtetour durch Kastilien, vier Städte – Toledo, Salamanca, Ávila und Segovia – in sieben Tagen. Plus zwei weitere Sehenswürdigkeiten, nämlich La Granja de San Idolfonso und San Lorenzo de El Escorial.

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Ankunft in Madrid.

Die ersten zwei Tage habe ich in Toledo verbracht. Und ja, ich weiß durchaus wie verführerisch es erscheint, Toledo während eines Madrid-Aufenthaltes als Tagesausflug einzuplanen. Sind ja nur 40 Minuten Fahrt bis dorthin. Aber diese Stadt hat so viel zu bieten! Ehrlich! Hier findet ihr meine Berichte zu Tag 1 und Tag 2 in Toledo.

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Nur eine von vielen wunderschönen Ansichten in Toledo: Blick auf den Turm der Kathedrale vom Kreuzgang aus.

Am dritten Tag beschloss ich mir Zeit zu nehmen und fuhr auf dem Weg nach Salamanca erst nach El Escorial. Nachdem das Kloster montags allerdings für den Publikumsverkehr geschlossen ist, fand ich mich am Ende doch früher in der Studentenstadt ein als erwartet. Den Bericht zu Salamanca findet ihr hier und hier.

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Sehen und gesehen werden: Die Plaza Mayor von Salamanca.

An Tag 4 ging es wieder zurück in Richtung Toledo, allerdings nur bis Ávila, die am höchsten gelegene Stadt Spaniens mit einer unglaublich beeindruckenden und vollständig erhaltenen Stadtmauer. Den Bericht zu Ávila gibt es hier.

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Ávila oder Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Tag 5 war für Segovia und die nahegelegenen La Granja de San Idolfonso reserviert. Beide sind höchst lohnenswerte Ziele und sollten auf keiner Kastilien-Reise fehlen. Hier mein Bericht.

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Wahrzeichen der Stadt: das Aquädukt von Segovia.

Am sechsten Tag war ich des Sightseeings ein wenig müde und beschloss, mich auf das beeindruckende Kloster von San Lorenzo de El Escorial zu konzentrieren. In diesem netten Städtchen kann man durchaus einen ganzen Tag verbringen. Was ich dort getrieben habe, könnt ihr hier nachlesen.

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Himmlische Ansichten hinter den Mauern von San Lorenzo de El Escorial.

Hotels
Toledo, Hotel Alfonso VI, Cuesta de Capuchinos. Nein, das hat nichts mit Kaffee zu tun, sondern mit Kapuzinermönchen und ja, zu dem Hotel gehört ein riesiger Souvenirladen. Vielleicht ist es auch andersherum. Das Hotel war ein Geheimtipp einer Einheimischen, es liegt sehr zentral neben der Alcazár. Die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet, WLAN ist vorhanden. Parkmöglichkeiten gibt es im Parkhaus um die Ecke bzw. können über das Hotel reserviert werden.

Salamanca, Microtel Placentinos, Calle de Placentinos, direkt gegenüber dem Palacio de Congreso am Rande der Altstadt. Das Microtel hat nur neun Zimmer, man sollte demnach frühzeitig reservieren. Von außen macht das Hotel nicht viel her, von innen ist es ein absoluter Traum! Das Personal ist außerdem unheimlich nett. WLAN gibt es auch.

Ávila, Hotel Restaurante Nuestra Senora de Sonsoles, Refugio de Nuestra Senora de Sonsoles, außerhalb der Stadt. Das Hotel ist sowohl Ausflugslokal als auch Hotel. Der Chef stammt aus Deutschland und serviert morgens das Frühstück inklusive Ausflugs-Tipps am Tresen der Bar. Zwar ist das Hotel im Gegensatz zu den ersten beiden deutlich bescheidener, was die Einrichtung der Zimmer angeht, dafür hatte meines gefühlt die Größe eines Ein-Zimmer-Apartments. Parkplätze gibt es vor Ort und die gesamte Belegschaft ist supernett. WLAN vorhanden.

Gastronomie
Toledo, Museo de Productos de Castilia y La Mancha, Puerta de Cambrón. Das Lokal liegt am Rande der Juderia, mein absolutes Lieblingsviertel in Toledo. Das Tagesmenü ist günstig und gut, der Blick auf das Monasterio de San Juan de los Reyes wunderschön.

Salamanca, Café Atelier, Calle Serrano. In Salamanca war das Tagesmenü, das ich in einer Bar in der Nähe der Universidad Pontifica bestellt hatte, eher weniger toll, der zweite Gang war faktisch ungenießbar. Allerdings hat mir eine Kollegin einen Tipp gegeben, den ich leider nicht ausprobiert habe – hätte ich mal machen sollen! – nämlich das Café Atelier, eine vegane Tapas-Bar in der Calle Serranos – höchst humorig -, quasi gleich neben dem Microtel Placentinos.

Ávila, Hotel Restaurante Nuestra Senora de Sonsoles. Hier habe ich einmal das Tagesmenü bestellt und abgesehen davon, dass der Kellner ein Schatz ist, war auch das Essen lecker.

Adressen
Nichts ist schlimmer, als mühsam nach Adressen suchen zu müssen, deshalb hier alle im Überblick.

Toledo
Hotel Alfonso VI
Cuesta de los Capuchinos 2
45001 Toledo

Museo de Productos de Castilia y La Mancha (Restaurant)
Puerta del Cambron 10
45002 Toledo

Cuéntame Toledo (Stadtführung)
Bajada del Corral de Don Diego 5
45001, Toledo

Salamanca
Microtel Placentinos
Calle Placentinos 9
37008 Salamanca
(Anfahrt über Palacio de Congresos)

Café Atelier
Calle Serranos 33
37008 Salamanca

Ávila
Hotel Restaurante Nuestra Senora de Sonsoles
Carretera de Toledo,  05002 Ávila
(Ausfahrt Ávila, dann den Schildern zum Refugio de Nuestra Senora de Sonsoles folgen)

Las Rozas Village (Outlet bei Madrid)
Calle Juan Ramón Jiménez 3
28232 Las Rozas.

Flughafen Madrid Barajas
Avenida de la Hispanidad
28042 Madrid

Wissenswertes
Sangria: Vergesst Malle, Sangria ist DAS In-Getränk in Spanien. Wer es weniger hart mag, der sollte, so wie ich, beim Tinto de Verano bleiben.

Stadtführungen: Lohnt sich meiner Meinung nach immer, vor allem, wenn man solo unterwegs ist. So ergeben sich immer nette Gespräche mit anderen Touristen.

Parken: Wer Kastilien wie ich mit dem Auto besucht, sollte dieses in einem der vielen öffentlichen Parkhäuser abstellen. Allein der Hitze wegen.

Öffnungszeiten: Montags ist häufig Ruhetag. Außerdem, Siesta beachten!

Stilles Örtchen: Ich gestehe, ich weiß bei Städtetrips immer gerne, wo es öffentliche Toiletten gibt. In Salamanca zum Beispiel gibt es keine.

Caprichos
Neben dem Sightseeing kommt bei mir natürlich auch das Shoppen nicht zu kurz. Auf meinem Kastilien-Trip war ich in dieser Hinsicht allerdings eher faul. Zugeschlagen habe ich beim Schmuck, genauer gesagt bei den Ohrringen.

In Toledo bin ich in einem Schmuckladen direkt am Eingang zur Juderia fündig geworden (Toledo’s Acena, Santo Tomé 7) und habe gleich zwei Paar gekauft, eines in Silber, eines in Gold. Das dritte und letzte Paar habe ich im Souvenirladen des Monasterio in El Escorial gekauft. Der Modeschmuck ist von den ausgestellten Poträts inspiriert und reicht in seiner Ausführung von schlicht – meine Wahl – bis opulent.

An meinem letzten Tag, an dem ich eigentlich nur noch die Zeit bis zum Abflug totschlagen musste, habe ich das Las Rozas Village besucht (WLAN vorhanden), ein Outlet ganz in der Nähe von Madrid, wärmstens empfohlen von sämtlichen Madrilenen, die ich kenne. Die vertretenen Marken gleichen denen in den meisten Outlets, weshalb ich mich auf die spanischen Marken konzentriert habe. Sehr schöne Teile habe ich demnach bei Hoss Intropia gefunden.

Zu guter Letzt
Viel Spaß in Kastilien wünscht solounterwegs.de! Hier gibt es alle Adressen und Tipps zum Download: solounterwegs.de_Kastilien

Postet eure Bilder auf Instagram unter #solounterwegscastilia. Bin gespannt zu sehen, was ihr so entdeckt!

Bis bald!

Eure Vanessa

 

 

 

2 Kommentare

  1. Ich schon wieder 😉 Du wirst es nicht glauben: genau dieses Reiseziel hab ich erwogen, bevor ich auf Mantua verfallen bin. Hab es dann aber verworfen bzw. verschoben. Erstens weil ich bei meinem Reisetempo mindestens zwei Wochen dafür brauche. Und zweitens weil November vielleicht nicht der beste Monat dafür ist… Jedenfalls freu ich mich schon auf das Lesen Deiner Beiträge, wenn dann bei mir diese Reise ansteht 🙂 LG, Lotte

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