Emilia Romagna – Ein fantastisches Mosaik von Gold, Blau und Grün

Dieses Mal geht es solo in die Emilia Romagna, genauer gesagt nach Ravenna, Comacchio und Ferrara. Mein Basislager habe ich in einem günstigen aber sehr lauten Hotel am Hauptbahnhof von Ravenna aufgeschlagen.

Nachdem ich mich in der Regel nur Nachts in meiner Unterkunft aufhalte, macht mir das zunächst nichts aus. Nach zwei schlaflosen Nächten wechsele ich allerdings in ein anderes und deutlich größeres Zimmer auf der etwas ruhigeren Seite des Hotels.

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Wechselhaftes Wetter erwartete mich in Ravenna, weshalb ich viel Zeit in den vielen schönen Kirchen verbracht habe.

Ganz in der Nähe des Bahnhofs liegt das Mausoleum des Ostgotenkönigs Theoderich und es wirkt schon etwas komisch, dieses historische Monument zwischen Schnellstraße und Bahngleisen stehen zu sehen. Zumindest der Park drum herum gibt etwas her und eignet sich sehr gut für meine nachmittäglichen Joggingrunden.

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Ravennas Kirchen sind berühmt für ihre Mosaike und das hier ist nur eines von vielen wunderschönen Exemplaren.

Absolutes Highlight ist das Mausoleum der Galla Placidia. Die wunderschönen Mosaiken in der Kuppel des Grabmahles haben Cole Porter angeblich zu seinem berühmtem „Night and Day“ inspiriert, wobei sich tatsächlich sehr viele Legenden um die Entstehung dieses Liedes ranken. Das Mausoleum befindet sich in derselben Anlage wie die Basilica di S.Vitale mit ihren märchenhaft anmutenden Alabasterfenstern.

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Gold, Gold und Gold in Ravenna.

Neben dem Mausoleum und der Basilica di S. Vitale muss man unbedingt die Basilica Sant’Apollinare Nuovo besichtigen, die für ihre reichen, goldenen Mosaiken berühmt ist.
Nicht unweit der Basilika, hinter der Kirche S. Maria in Porto, befindet sich ein sehr hübscher Park, in dem ich einige Male verweilt habe. Die kleine Altstadt bietet viel fürs Auge, und die Atmosphäre ist in der Regel sehr entspannt.

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Einen der wenigen sonnigen Tage nutzte ich für einen entspannten Nachmittag im Park.

Entspannt geht es auch in der Marina di Ravenna zu, denn es ist Ende September und die Saison bereits zu Ende. Hier mache ich es mir im Sand bequem und lausche dem Rauschen der Wellen, bis der harsche Wind mich schließlich vertreibt.

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Ein ebenso einsames wie einmalig schönes Bild vom Strand der Marina die Ravenna.

Von Ravenna aus geht es dann an einem Sonntagmorgen nach Comacchio, quasi die kleine Schwester Venedigs. Das Städtchen im Norden von Ravenna lockt besonders am Wochenende viele Familien aus der Umgebung zum Flanieren entlang der Kanäle.

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Die Sümpfe rund um Comacchio sind ein idyllisches Meisterwerk aus Blau und Grün.

Auf der Schnellstraße entlang der Küste blitzt zwischen dem Grün der Wälder und Sümpfe  immer wieder das dunkle Blau der Adria auf.

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Noch ist es leer an diesem Sonntagmorgen, aber kurz darauf waren die Kanäle voll mit winzigen Ausflugsbooten und die wenigen Restaurants gut besucht.

Comacchio selber bietet eine nahezu perfekte Verbindung von Grün und Blau, wobei die Farben an diesem sonnigen Herbsttag sicherlich besonders schön zur Geltung kommen. Ich verbringe einige  Stunden hier, ehe es zurück nach Ravenna geht.

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Diese hübsche Brücke ist gleichsam das Herz von Comacchio. Am Sonntag lassen die Kinder hier ihre Papierboote starten.

Als nächstes steht Ferrara auf dem Plan und nachdem ich in Ravenna einen äußerst unerfreulichen weil sehr verregneten Tag fast nur im Hotel verbracht habe freue ich mich, dieses Juwel einer Renaissance-Stadt bei Sonnenschein erkunden zu können.

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Das außen wuchtige und innen höchst elegante Castello Estense in Ferrara.

Die befestigte Altstadt mit der beeindruckenden, neun Kilometer langen Mauer ist vor allem für das Castello Estense bekannt. Die Wasserburg, ehemals Sitz der Familie Este, muss man unbedingt besichtigen. Von den repräsentativen Gemächern bis zu den Verliesen strahlt alles an ihr eine ungeheure Größe aus.

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Die berühmte Fassade des Palazz0 Diamanti.

Ebenfalls ein berühmtes Bauwerk der Stadt ist der  Palazzo Diamanti, dessen Name sich von seiner ungewöhnlichen Fassade ableitet.

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Die Signoria von Ferrara ist praktischerweise über einen Wehrgang (rechts am Bildrand ist noch ein kleines Stück davon zu erkennen) mit dem Castello verbunden.

Der historische Stadtkern Ferraras gehört übrigens zum UNESCO-Welterbe und wer die Gassen und Promenaden durchstreift, begreift bald, warum.

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Ferrara ist die Fahrradstadt Italiens, wie auf diesem Foto unschwer zu erkennen ist.

Für Ferrara reicht ein Tag eigentlich nicht aus und ich bedauere, dass ich nicht mehr Zeit mitgebracht habe. Aber ein Grund mehr, irgendwann einmal zurückzukehren!

Bis bald

Eure Vanessa

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