Waldbaden an den Osterseen (Iffeldorf)

Die Osterseen bei Iffeldorf, inmitten des oberbayerischen Fünfseenlandes zwischen Ammersee und Starnberger See, gehören zu meinen Lieblingsorten im beschaulichen Bayern. Neben den beiden großen Gewässern zählen zu den namengebenden fünf Seen übrigens noch der Wörthsee, der Pilsensee und der Weßlinger See. Die Osterseen selbst befinden sich südlich des Starnberger Sees, quasi nur einen Steinwurf davon entfernt. Die Landschaft ist geprägt von Wasser, Mooren und Mischwald, mit einem teils unverbauten Blick auf die Bergkette im Süden.

Ab ins Kühle!

Insbesondere im Frühling und Herbst genieße ich die große Runde rings um die Osterseen, ein knapp dreistündiger Spaziergang über Waldwege, etwas Schotter und ein klein bisschen Asphalt. An einem der heißesten Tage dieses Jahres habe ich diese Tour jedoch ein wenig abgekürzt und freue mich über die vielen schattigen Streckenabschnitte.

Rund um den Großen Ostersee

Die Tour startet am kostenpflichtigen Parkplatz direkt unterhalb von Iffeldorf. Von dort aus wende ich mich linker Hand in Richtung Wald. Noch ein Blick zurück, dann geht es für ein paar weitere Meter im Schatten über ein ausgetrocknetes Bachbett und schließlich vorbei an Schilf und Moor. Ich biege rechts auf die asphaltierte Straße ab und folge ihr bis zum Ende, wo ein Schild rechts in Richtung Lauterbach weist. Wieder geht es durch den Wald, meist direkt am Ufer entlang. Immer wieder blitzt das Türkis der Seen auf, das satte Grün der kleinen Inseln.

An der Lauterbacher Mühle – die eine Privatklinik beherbergt – geht es über einen kleinen Hügel vorbei, von dem man aus weit über die Seen zu den Bergen hin blickt. Herrlich!

Nachdem ich den Klinik-Parkplatz passiert habe wende ich mich wieder nach rechts und gehe in Richtung Wasser. Auch hier ist der Weg asphaltiert, es dauert aber nicht lange, bis – wieder rechts – in einer Biegung ein kleiner Weg zurück ins Naturschutzgebiet führt.

Diesem folge ich in Richtung Ameisensee und daran vorbei, bis zur nächsten Weggabelung direkt an der Bahnstrecke. Hier geht es wieder rechts, ein Stück weit an den Gleisen entlang, bis das nördliche Ufer des Großen Ostersees in Sicht kommt. Von dort aus ist die Aussicht auf das türkisfarbene Wasser, die Inseln und Berge einmalig schön. Die große Liegewiese lädt zusätzlich zu einer kleinen – oder großen – Pause ein.

Blick vom Nordufer aus in Richtung Süden.

Weiter geht es durch dichten Mischwald auf und ab in Richtung Fohnsee bzw. „Blaue Gumpe“. Die „Blaue Gumpe“ bietet einen Einblick in die Besonderheit dieser Gewässer, denn die Osterseen werden unter anderem von mehreren Grundwassertrichtern gespeist. Das bedeutet, dass hier das Grundwasser direkt in die Seen fließt. Einer dieser Trichter ist eben die „Blaue Gumpe“.

Von dort aus geht es wieder zurück in Richtung Parkplatz, wo ich nach sehr gemütlichen zweieinhalb Stunden Spaziergang mit einer kleinen Pause am Nordufer wieder mein Auto erreiche.

Im Herbst ist wieder die große Runde dran, keine Frage!

Herzlich

Eure Vanessa

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2 Kommentare

  1. Jetzt sage ich danke für die Inspiration – und für die schöne Wanderbeschreibung. An den Osterseen war ich schon eeewig nicht mehr. Das wird sich jetzt ändern. 🙂

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