Zeitreise im Schloss von Osaka

Die letzten Tage in Japan brachten mich nach einer kurzen Zugfahrt von Kyoto nach Osaka. Osaka ist die drittgrößte Stadt Japans und bekannt für ihre eher entspannte Atmosphäre.

Auf dem Weg zu meinem kleinen, feinen und mega-günstigen Hotel, das den Reigen durchgehend fantastischer Unterkünfte vollendete, verlaufe ich mich erstmal gefühlt eine halbe Stunde im Untergrund auf der Suche nach der richtigen U-Bahn-Station. Wie in Kyoto auch kann ich mich hier auf meine Suica Card im öffentlichen Nahverkehr verlassen.

Nach der Ankunft im Hotel mit Blick auf den Bahnhof Temmabashi und die dazugehörende Mall gebe ich zunächst mein Gepäck ab, da ich zu früh dran bin für den Check-In, und spaziere gemütlich hinüber zur Mall. Dort gönne ich mir Sushi mit Blick auf die andere Flussseite, passenderweise auf das Hotel.

Sightseeing im Schnelldurchlauf

In Osaka habe ich nur einen einzigen vollen Tag für einen kleinen Eindruck von der Stadt, ehe ich dann 24 Stunden auf der Rückreise nach München mit nächtlichem Aufenthalt in Peking verbringen werde.

Nachdem ich in den vergangenen Tagen ein wahres Feuerwerk an Sehenswürdigkeiten bewundern durfte, möchte ich in Osaka eher entspannen. Den ersten Abend besuche ich das Dotonburi Viertel, Osakas Ausgehmeile. Allerdings hält es mich hier nicht lange und ich kehre wieder zum Hotel zurück, wo ich den abendlichen Ausblick auf die Skyline genieße.

Am nächsten Tag spaziere ich nach dem Frühstück sehr gemütlich hinüber zum Schlosspark. In einer halben Stunde bin ich vor Ort. Osaka Castle ist ein immens beeindruckendes Schloss, von außen betrachtet wirkt es, als befände man sich in einem anderen Jahrhundert. Innen ist es modern eingerichtet, inklusive Fahrstuhl, und beherbergt ein Museum, das die bewegte Geschichte des Schlosses und ihrer Herren erlebbar macht. Tipp: Definitiv eine Führung buchen, die Schlangen an der Kasse bzw. am Einlass sind in der Regel sehr lang!

Hier ist eine Besonderheit des Schlosses zu sehen, das nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Zu Zeiten seines ersten Burgherrn, Toyotomi Hideyoshi, war das Schloss außen komplett schwarz. Nach seiner Eroberung beschlossen die neuen Herrscher unter Tokugawa Hidetada, den Machtwechsel auch äußerlich zu vollziehen. Fortan erstrahlte es in weißer Farbe. Um dem historischen Erbe beider Dynastien gleichermaßen gerecht zu werden, beschloss man beim Wiederaufbau im 20. Jahrhundert dann, beide Farben zu verwenden. Die goldenen Tokugawa-Tiger kommen auf dem schwarzen Untergrund besonders schön zur Geltung.

Das Museum lässt die Besucher tief eintauchen in die Historie des Schlosses und so verbringe ich hier mehrere Stunden. Ein besonderes Highlight ist schließlich die Aussicht aus dem obersten Stock des Schlosses über den Park hinweg auf das moderne Osaka.

Den Rest des Tages verbringe ich auf einer der längsten Einkaufsstraßen Japans, wo ich zu den wenigen westlichen Touristen gehöre. Ich nehme mir ein hochgelobtes Street Food – tokayaki- mit und genieße es bei warmem Sonnenschein im Park am Fluss, gleich vor meinem Hotel. Den Rest des Abends verbringe ich mit Packen.

Und das war sie, meine spannende, wunderschöne und lehrreiche Reise nach Japan!

Bis bald!
Eure Vanessa

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