Spaziergang durch Kyoto, Nara und Fushimi-Inari-Schrein

Eigentlich fing mein Besuch im schönen Kyoto schon an Tag 5 an. Nach circa zwei Stunden Zugfahrt, unter anderem mit dem Shinkansen „Thunderbird“, dann die Ankunft am riesigen und verwirrenden Hauptbahnhof Kyoto.

Mein Hotel ist nur eine U-Bahn-Station entfernt und im Gegensatz zu Kanazawa kommt meine praktische, wiederaufladbare Suica-Card hier auch wieder zum Einsatz.

Das Hotel befindet sich in einem Wohngebiet und ist mit seiner chilligen Lounge mit cooler Musik, Eis, Snacks und Drinks auch ein Treffpunkt für die Nachbarschaft, was mir gut gefällt.

Die gesamte Einrichtung ist an ein lässiges Aufnahmestudio angelehnt, die Zimmer sind Mid-Century eingerichtet, inklusive Mini-Ledercouch.

Lange bleibe ich nicht, denn bereits am frühen Abend habe ich eine Tour durch das alte, ursprüngliche Kyoto gebucht.

Gion am Abend.

Wir haben Glück, unserer kleinen Gruppe begegnet sowohl eine Maiko als auch eine Geiko (Geisha). Von ihnen gibt es in ganz Japan nur 200, die meisten davon residieren in Kyoto. Sie sind sehr hoch angesehen und deshalb ist es strikt verboten, sie anzusprechen oder zu fotografieren.

An diesem warmen Abend geht es durch leere Gassen, zu verschiedenen Schreinen und schließlich hinaus ins Nachtleben Kyotos. Ein wunderbares Erlebnis!

Tag 6, Fushimi-Inari-Schrein

Der Anblick unzähliger roter Tori-Tore, die sich einen Berg hinauf winden, ist einer der bekanntesten in Kyoto.

Bei 25 Grad mache ich mich morgens auf den Weg. Inari ist übrigens die Göttin der Fruchtbarkeit, des Reises und der Füchse.

Tag 7, Nara-Park

Am Montag geht es ganz früh hinaus nach Nara, die alte Kaiserstadt Japans, etwa eine Stunde Zugfahrt entfernt von Kyoto.

Dort befindet sich das größte Holzgebäude Japans, welches eine 15 m hohe Buddha-Statue beherbergt. Berühmt ist der Park auch für seine zahmen Hirsche. Manche von ihnen haben gelernt, sich zu verbeugen, um um Leckereien zu betteln. Andere sind super aufdringlich. Hirsche sind im Shinto heilig und werden nicht bejagt, weshalb sie hier so zahm sind.

Aktuell ist außerdem Brunftzeit und die unheimlichen Schreie der Hirsche gellen immer wieder durch den Park.

Während hier friedlich Fellpflege betrieben wurde, ging es in meinem Rücken zwischen zwei Hirschen zur Sache. 

Gemütlich spaziere ich zu den verschiedenen Schreinen und Tempeln, die inmitten des lieblichen Parks liegen. Besonders beeindruckt hat mich der Aufgang zu einem der ältesten Schreine Japans und der riesige Buddha.

Im Tempel gibt es in einer der Holzsäulen ein Loch, das so groß ist wie das Nasenloch des Buddhas. Wer dort hindurch schlüpft, tut einiges für seine Gesundheit!

Am Nachmittag schaue ich, zurück in Kyoto, bei der Amida und Founder’s Hall vorbei. Ein Platz für Meditation und Gebet, der eine unheimliche Ruhe ausstrahlt. Ich verbringe ein paar Minuten auf den Tatami-Matten in der großzügigen Halle und trete dann wieder hinaus auf die Holztreppen, um meine Schuhe zu holen. Die Stimmung ist fantastisch.

Tag 9, Burg Nijo-jo

Am letzten, vollen Tag in Kyoto ist es regnerisch. Doch am Vormittag nieselt es nur. Ich nutze die Gelegenheit, um mir die Burg Nijo-jo anzuschauen, Sitz des Edo-Shogunats.

Nicht nur der Palast ist absolut sehenswert, die Gärten sind einfach umwerfend schön!

Den Nachmittag verbringe ich ganz gemütlich mit Shopping und Kaffee trinken.

Morgen geht es weiter nach Osaka, mein letzter Stopp auf meiner Japan-Reise.

Bis bald!

Eure Vanessa

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