Tokyo: Schreine, Shibuya und Shopping

Am Montagmittag geht es gleich morgens vom Hotel in Beijing zum internationalen Flughafen. Wer sich fragt, worauf man sich bezüglich sensorischem Overload in China einstellen kann, hier die Beschreibung der Taxifahrt: Navi plappert, Radio plärrt, draußen wird wild gehupt und mein Taxifahrer steuert sein Gefährt gekonnt durch den Verkehr, während am zweiten Handy seine Lieblingsserie läuft. Hätte ich Chinesisch gesprochen, hätte er sich nebenbei noch mit mir unterhalten. Garantiert.

Ankunft in Tokyo

Der fast vierstündige Flug ist sehr angenehm, der Empfang ebenso. Binnen Minuten habe ich nach der netten Auskunft am Infostand sowohl meine japanische SIM-Karte als auch mein Zugticket samt Sitzreservierung für die Weiterreise ab Donnerstag. Auch die Metro-Karte  (Suica) ist flugs aufgeladen.

Mit der Monorail geht es schon bei Dunkelheit vorbei am berühmten Ausgehviertel Shibuya, mein Hotel liegt allerdings am Rande des schicken Ginza-Viertels, wo edles Shopping groß geschrieben wird. Von der trockenen Kälte in Beijing stolpere ich etwas unvorbereitet in die schwüle spätsommerliche Wärme in Tokyo bei 23 Grad.

An diesem Abend falle ich nur noch müde vom Wochenende ins Bett.

Tag 1, Stadtführung und Shibuya

Am nächsten Morgen ziehe ich mit einem Personal Guide durch die Stadt. Nach dem Kennenlernen im Hotel fahren wir zum Golden Dragon Shrine in Asakusa. Was ich toll finde ist, dass die Schreine hier mitten im Viertel stehen. Ich lerne ein wenig über den Buddhismus in Japan und danach geht es weiter zum Kaiserpalast mit dem wundervolle japanischen Garten und den beeindruckenden Festungsmauern.

Das nächste Highlight ist der Meiji-Schrein, ein Shinto-Schrein. Die Shinto-Schreine werden für besondere Anliegen besucht, beispielsweise, um um Unterstützung für die Aufnahme in eine der Elite-Universitäten zu bitten. Auch ich habe hier ein Gebet gesprochen.

Letztes Highlight ist das wirklich faszinierende Shibuya, wo ich den Rest des Tages verbringe.

Tag 2, Ueno und das Nationalmuseum

Im Ueno-Park findet man mehrere Museen, den Zoo und einen weiteren Schrein. An diesem Mittwoch regnet es immer wieder in Strömen. Bei 24 Grad ist das aber nicht so schlimm.

Ich besuche das Nationalmuseum, das Funde aus ganz Asien beherbergt. Schön finde ich, dass die Ausstellung rund um die Edo-Periode, so scheint es, saisonal ausgerichtet ist. Aktuell dreht sich alles um den Herbst und sowohl ausgestellte Malereien als auch Gewänder entsprechen dem Motto. Sehr hübsch!

Toll fand ich auch die Kunstwerke aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Im Ueno-Park selbst war vor dem Museums Gelände ein kleiner Markt aufgebaut. Weil ich aber mangels Schirm bald komplett durchnässt war, ging es für mich zurück ins Hotel.

Tag 3, Tjukiji Outer Market und Tokyo Skytree

Der Tjukiji Outer Market ist ein lebhaftes kleines Markt- Viertel, wo Restaurants sich zwischen Lebensmittel- und Haushaltswarenhändlern einreihen. Definitiv einen Abstecher wert.

Anschließend führte mich mein Weg über die Kachidoki Brücke und zur nächsten Metro-Station.

Letzter Ausflugspunkt in Tokyo sollte der Skytree sein, mit 634 m das höchste Gebäude der Welt. Besucher können die Tembo Plattform auf 350 m und die Tembo Galleria auf 450 m besuchen. Trotz Höhenangst habe ich mir beide gegeben und mit flauem Magen die fantastische Aussicht genossen. Leider war der Mt. Fuji dank Wolken nicht zu sehen.

Aussicht von 350 m
Aussicht von 450 m
Und der Skytree von unten

Schließlich war es an der Zeit, von Tokyo Abschied zu nehmen. Mit dem Kagayaki Shinkansen ging es in etwas über drei Stunden nach Kanazawa auf der anderen Seite der Insel Honshu.

Bis bald aus Kanazawa!

Eure Vanessa

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